Der Spandauer Pfennig
Vermutlich schon vor der Regierungszeit des Markgrafen Otto V. (1267-1298) war die Stadt Spandau markgräfliche Münzstätte.
Jedoch sind die während der Regierung dieses Markgrafen geprägten Münzen die ersten, die zweifelsfrei Spandau zugeordnet werden können.
Dazu gehört der sogenannte Spandauer Pfennig. Er ist aus Silber und wiegt ca. 0,7 g. Abgebildet ist auf der einen Seite der thronende Markgraf und auf der anderen Seite ein Wappenbild, welches auffallend dem Stadtsiegel Spandaus von 1289 entspricht.

Die Münzbilder sind ein wichtiges Merkmal für die zeitliche und örtliche Zuweisung der Münze.
Pfennige oder Denare waren die kleinste Einheit der damaligen Währung und nur diese wurden ausgeprägt. Die anderen Währungseinheiten wie das Pfund, das 20 Schillingen entsprach und diese 240 Pfennigen waren lediglich Recheneinheiten.
Die brandenburgischen Pfennige hatten nur ein Jahr Gültigkeit. Alljährlich wurden sie zu einem bestimmten Tag widerrufen - sie wurden ungültig. Jedermann war bei Strafe verpflichtet, die alten gegen neue Pfennige umzutauschen.
In der “Spandauer Münzkunde” vom 30. September 1319 wird eine solche Münzverrufung bestätigt. Sie ist der heutigen Erhebung von Steuern gleichzusetzen, denn für 16 alte gab es nur 12 neue Pfennige.
Im Stadtgeschichtlichen Museum auf der Zitadelle ist ein “Spandauer Pfennig” ausgestellt.
Den "Spandauer Pfennig" erhalten Sie für Euro 3,00 und den beliebten Baumwoll-Tragebeutel mit dem Motiv "Zitadelle" für Euro 2,00 im Museumsshop des Stadtgeschichtlichen Museums auf der Zitadelle Spandau